KINSHASA SYMPHONY

Claus Wischmann, Martin Baer - Deutschland 2010, 95 min. - DOKUMENTARFILM
MIT dem Orchestre Symphonique Kimbanguiste (Dirigent: Armand Diangienda)  DREHBUCH  Claus Wischmann  KAMERA Martin Baer  TON Pascal Capitolin  SCHNITT Peter Klum  MUSIK Jan Tilman Schade  PRODUZENTEN  Sefan Pannen, Holger Preuße  SPRACHFASSUNG Originalfassung (Französisch, Lingala) mit dt. UT  FORMAT 35mm / digital

 

 

 

 

 

 

Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, drittgrößte Stadt Afrikas. Hier wohnen fast zehn Millionen Menschen, die zu den ärmsten Bewohnern unseres Planeten zählen. Es ist die Heimat des einzigen Symphonieorchesters Zentralafrikas - L'Orchestre Symphonique Kimbanguiste.

 

In völliger Dunkelheit spielen 200 Orchestermusiker Beethovens Neunte - "Freude schöner Götterfunken". Ein Stromausfall wenige Takte vor dem letzten Satz. Probleme wie dieses sind noch die kleinste Sorge des einzigen Symphonieorchesters in Zentralafrika. In den fünfzehn Jahren seiner Existenz haben die Musiker zwei Putsche, mehrere Krisen und einen Krieg überlebt. Doch da ist die Konzentration auf die Musik, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

 

KINSHASA SYMPHONY zeigt Menschen in einer der chaotischsten Städte der Welt, die eines der komplexesten Systeme menschlichen Zusammenlebens aufbauen: ein Symphonieorchester. Ein Film über den Kongo, über die Menschen und über die Musik.

 

 

PRESSESTIMMEN

 

Mag ja sein, dass die Rede von der "völkerverbindenden Kraft" der Musik ein Klischee ist: Der Film belehrt diesbezügliche Skeptiker eines Besseren. Wie des Deutschen Unkundige "Freude schöner Götterfunken" in einer Open-Air-Arena trällern, ist unnachahmlich, ebenso das lateinische "O Fortuna" in Carl Orffs betörender Komposition, die im afrikanischen Rhythmusgefühl mehr als gut aufgehoben ist. (DIE FURCHE)


"Kinshasa Symphony" bewegt und macht Mut, sich aller Anstrengungen zum Trotz den schönen Dingen im Leben zu widmen, auch wenn sie manchmal unmöglich erscheinen. (DASTANDARD.AT)

 

Eine Doku, die das Staunen in uns wachruft. (KRONEN ZEITUNG)


Der Schöne Götterfunke: "Kinshasa Symphony" (FALTER)

 

eine wunderbare und bewegende Dokumentation über den irrwitzigen Alltag von sehr ungewöhnlichen Musikern, über eine irrwitzige Stadt und über die Kraft von Beethovens Neunter. (ZEIT ONLINE)

 

Der ständige Wechsel zwischen dem drögen Alltag und der surrealen Flucht in die Kunst gibt diesem Film eine bemerkenswerte, befreiende Note ... Die Musik entsteht praktisch aus dem Nichts, und gerade dadurch begeistert sie mit einer einmaligen Intensität. (TAZ.DE)

 

Der Film von Claus Wischmann und Martin Baer beglückt durch eine feinsinnige Abstimmung zwischen Bild, Text, Musik und Schnitt, die von einem neugierigen, mitdenkenden und einfühlsamen Blick  geprägt ist (DIEPRESSE.COM)

 

beglückend (ZÜRITIPP)

 

Ein Film, der beweist, was die Kunst, die Musik vor allem, vermag. Ein schöner, informativer, origineller Dokumentarfilm. (PROGRAMMKINO.DE)

 

Es spricht für den Film, dass er nicht auf die Tränendrüsen drückt, sondern Bilder aus dem Leben zeigt. Das ist in Kinshasa oft hart und himmelschreiend ungerecht, aber auch wahnsinnig bunt und intensiv. In dieser Umgebung bekommt die klassische europäische Kunstmusik ihre existenzielle Dringlichkeit zurück. "Kinshasa Symphony" ist ein Meisterwerk über die Bedeutung von Kunst und eine subtile Liebeserklärung an die bitterarmen Menschen, an ihre Würde, ihre Schönheit und ihren großen Lebensmut. (HAMBURGER ABENDBLATT)

 

Immer wieder taucht der Film in den harten Alltag einzelner Musiker ein, etwa wenn billige Eierimporte der Omelette-Verkäuferin Josephine den Lebensunterhalt zerstören. Wenn sie die „Ode an die Freude“ auf ihrem heiseren Cello kratzt, klingt das auch wie eine Kampfansage an die nördliche Welt. (DER TAGESSPIEGEL)

 

 

AUSZEICHNUNGEN


Salem Film Fest 2011 - Preis der Jury

CMJ Int. Film Festival 2010 - Bester Dokumentarfilm

X Int. Documentary Film Festival "Flahertiana" 2010 - Special Jury Mention

VIFF, Vancouver International Film Festival 2010 - Most Popular Nonfiction Film Award

Festival de Cine Aleman 2010 - Publikumspreis

Jecheon International Music & Film Festival 2010 - Grand Prize

Rhode Island Int. Film Festival 2010 - Grand Prize "Best Cinematography"

PHOENIX-Dokumentarfilm-Preis 2010 - Lobende Erwähnung

Festival des Deutschen Films 2010 - Publikumspreis

OPEN DOEK FILMFESTIVAL 2010 - Special Mention

 

 

KINOSTART: 13. Mai 2011