RUSALKA

Anna Melikian - RUS 2007, 115 min. - SPIELFILM
DREHBUCH Anna Melikian, Natalia Nazarova  KAMERA Oleg Kirichenko  SCHNITT Alexander Andryushenko, Karen Oganesian, Maxim Smirnov  MUSIK Igor Vdovin  MIT Masha Shalaeva, Yevgeniy Tsyganov, Maria Sokova u.a.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Keine reine Komödie, aber auch keine Tragödie. Ein bisschen von allem. Wie das Leben eben.


In RUSALKA verbinden sich alte Mythen und jugendliche Imagination zu einer surrealen Großstadtromanze. Und ebenso „traumhaft“ wie deren Handlung ist der visuelle Stil, in dem Anna Melikian von den Abenteuern ihrer ins Binnenland gespülten „Meerjungfrau“ erzählt.

 

Es war einmal.. so ließen sie sich am besten erzählen, die unglaublichen Abenteuer der „Meerjungfrau“ Alisa in der russischen Metropole Moskau in diesem modernen Märchen. Alisa also lebte „einmal“ in der Nähe des Meeres mit ihrer Mutter und Großmutter in einem kleinen Haus. Nach einer Reihe herber Enttäuschungen beschließt sie im Alter von 6 Jahren, nicht mehr zu sprechen, und landet in der Sonderschule, wo sie ihre Fähigkeit entdeckt, Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Das bleibt nicht ohne Folgen. Mit 18 verlässt sie ihre Heimatstadt und zieht nach Moskau. Dort nimmt das Schicksal sie an die Hand: Sie begegnet ihm... einem erfolgreichen Mann, dem der Wunsch, gerettet und beschützt zu werden, von den Augen abzulesen ist. Trotz unerwiderter Gefühle wird Alisa wieder "normal"...

 


PRESSESTIMMEN


Ein Film wie ein stürmischer Tag am Meer. Melancholisch, düster, unbändig und zugleich doch magisch, romantisch und berauschend. (FILMTIPPS.at)

 

"Rusalka" ist der zweite Spielfilm von Anna Melikian und so etwas wie die russische Antwort auf "Die fabelhafte Welt der Amélie" - nur dass ihre Märchenwelt ungleich härter und ihr Film um vieles überzeugender als der Jean-Pierre Jeunets ausgefallen ist. (Falter)

 

Moskau ist ein Dschungel, der Film darüber ein Traum... RUSALKA ist die Talentprobe einer Regisseurin, die beweist, dass sie alles drauf hat. (Florian Keller / Tagesanzeiger)

 

Es ist das Werk einer Filmemacherin, die nicht nur über eine schier unerschöpfliche Einfallsgabe zu verfügen scheint, sondern auch über jenes makellose Handwerk, das man braucht, um so viele Einfälle mit leichter Hand umzusetzen. (Sebastian Handke / Der Tagesspiegel)

 

Die filmischen Bilder, die diese Geschichte erzählen, sind voller Originalität und Phantasie und die Narration bleibt nie Klischees verhaftet, sondern spielt vielmehr mit ihnen, indem sie Erwartungen des Zuschauers herausfordert und immer einen süffisant-ironischen Unterton beibehält. (Anna Pfitzenmaier / HighNoon)

 

Wann hat man zum letzten Mal ein so durch und durch frisches Wesen auf einer Leinwand erlebt? So zart und in allem so wild entschlossen? So herb und strahlend, so eigensinnig und hingebungsvoll? So zauberhaft und doch ganz von dieser Welt?... die unglaublich authentisch wirkende und gleichzeitig hinreißend wandelbare Masha Shalaeva als Alisa. Ihre Wut ist ein Orkan, ihr Lächeln ein Sonnenaufgang. Weiblichkeit jenseits aller Geschlechterklischees. (Alfred Schlienger / ProgrammZeitung)

 

Die kitschlos-fulminante Inszenierung zerreißt einem beinah das Herz... Normalerweise hätte man aus der Fülle an Ideen drei Filme produziert, Anna Melikian leistet sich den Luxus, sie in einem Film unterzubringen, der sein Publikum mit seiner ungewöhnlichen Dichte an Stimmungswechseln und -extremen in ein Wechselbad der Gefühle taucht, dem sich wohl niemand entziehen kann. (Eduard Ulrich / Cineman)

 

 

AUSZEICHNUNGEN


Sundance 2008 - Beste Regie
Berlinale 2008 - Preis der Internationalen Filmkritik
Karlovy Vary 2008 - Independent Camera
Sofia 2008 - Bester Film
Seattle 2008 - Preis der Jury
Palic 2008 - Publikumspreis
Sochi 2007 - Bester Film, Beste Schauspielerin
Russlands Oscar-Nomierung 2009

 

 

KINOSTART: 9. Januar 2009