PRODUKTION / BUCH Stephan Demmelbauer KAMERA Marco Zwitter SCHNITT Alexander Frohner MUSIK Ulrich Drechsler, Manfred Holub, Michael J. Morgen, uva. SZENENBILD Judith Saupper MIT Stefano Bernardin, David Wurawa, Alexander Pschill, Tamara Stern, Dieter Witting, Silvia Fenz, Michael Schuberth, Dennis Cubic, Oliver Huether u.v.a.
Österreich hat endlich eine Bundeskanzlerin - und was für eine! Dr. Sieglinde Führer regiert mit eiserner Hand. Die Braven und Anständigen im Land triumphieren. Nur zwei junge Medizinstudenten, ein geistig Behinderter und eine Prostituierte sind unbelehrbar.
TODESPOLKA ist eine cineastische Reflexion auf die tragikomische politische Entwicklung in Österreich. Die Handlung ist frei erfunden und hat mit den Vorgängen rund um die anstehenden Gemeinderatswahlen in Wien fast gar nichts zu tun.
Anhand eines konkreten Einzelschicksals stellt der Film in beklemmenden Bildern den Alltag in einem „rundum erneuerten“ Österreich dar: Es herrscht wieder Recht und Ordnung im Lande, die EU-Mitgliedschaft gehört der Vergangenheit, bezahlt wird wieder mit dem Schilling - und aus harmlosen Menschen brechen die niedrigsten Instinkte hervor.
Der frei finanzierte Film wurde bereits vor der Nationalratswahl im Vorjahr abgedreht. Es handelt sich dabei um die zweite Zusammenarbeit in Spielfilmlänge des Regisseurs Michael Pfeifenberger (011 BEOGRAD) mit dem Drehbuchautor und Produzenten Stephan Demmelbauer, die bereits 2001 mit dem ebenfalls weitestgehend frei finanzierten Streifen THANSGIVIN` - DIE NACHTBLAUE STADT“ einen Achtungserfolg erzielen konnte.
witzig-rotzige Trash-Politsatire (Format)
Kurzkommentar des Autors :
Ich seh den Film über unser Land, das genauso gut jedes andere Land sein könnte, gar nicht so vordergründig politisch. Es geht viel mehr um die Fernwirkung politischen Handelns auf das Leben einzelner Menschen, die Populisten gar nicht zur Kenntnis nehmen können oder wollen. Und als Setting für einen spannenden Psychothriller eignet sich halt dieser, in unserem Land schon jetzt wieder mögliche, `Zukunft in der Vergangenheit`-Zustand mit all seinen Angstfacetten ziemlich gut.
KINOSTART: 7. Mai 2010