FC ROMA

Kinostart: 
08.04.2017
Pressevorführung: 

Do 23.3.2017, 13:45 Uhr, Top Kino (Wien)

DREHBUCH
Rozálie Kohoutová, Tomáš Bojar

KAMERA
Jiří Chod, Rozálie Kohoutová

SCHNITT
Evženie Brabcová

TON
Adam Levý

PRODUZENTIN
Pavla Janoušková Kubečková

PRODUKTION
nutprodukce

KOPRODUKTION 
HBO Europe

SPRACHFASSUNG
Tschechisch mit deutschen Untertiteln

FORMAT
DCP (16:9, in Farbe)

Tomáš Bojar/Rozálie Kohoutová - CZ 2016, 76 min.

Am Samstag 8.4. (Internationaler Tag der Roma), 19 Uhr im Schikaneder - im Anschluss an die Vorstellung Q&A mit dem Regisseur Tomáš Bojar (Moderation: Djamila Grandits, this human world)

Die Regisseure Tomáš Bojar und Rozálie Kohoutová erzählen die beispiellose Geschichte des titelgebenden tschechischen Fußballklubs FC Roma, dessen Team großteils aus jungen Roma zusammengesetzt ist. Die Spieler müssen die anderen Teams in der untersten tschechischen Liga geradezu überreden, gegen sie anzutreten - viele Vereine zahlen lieber Strafen als gegen die Roma zu spielen und die Mannschaft “gewinnt” so die meisten Spiele durch das Nichtantreten ihrer Gegner. Findet doch mal ein Spiel statt, wird das Stadion zum Austragungsort von Identitäts- und Machtbehauptungen, Diskriminierung und Rassismus. 

Was bei Tomáš Bojar und Rozálie Kohoutová als Chronik eines Fußballvereins beginnt, wird bald zu einer Parade der alltäglichen Formen von Ausgrenzung und Diffamierung. Auch wenn die marginalisierten Roma weder den Humor noch den Mut verlieren, erweist sich ihr Ringen um Akzeptanz, soziale Teilhabe und Mobilität als desillusionierender Kraftakt. So wird auch die Frage, ob dem Team der Aufstieg in die höhere Liga gelingt, irgendwann zur Nebensache in diesem ebenso unterhaltsamen wie ernüchternden Dokumentarfilm über negative und positive Potenziale des Fußballs. 

Pressezitate: 

Den tschechischen Dokumentarfilmer_innen Rozálie Kohoutová und Tomáš Bojar ist das Kunststück gelungen, kein tränenheischendes Sozialdrama zu drehen, sondern tatsächlich einen Film über die Menschlichkeit und das Zusammenleben. Inklusive aller Entgleisungen und egozentrischen Übersteigerungen. Aber auch inklusive aller Träume - die wohl die bezeichnendste Eigenart des menschlichen Daseins darstellen. (Augustin)

Entertaining documentary which raises a lot of questions about how difficult we find it to love our neighbours. (Screen Daily) 

Nach fünfundsiebzig Spielminuten gewinnt FC ROMA. Mit einem klugen Dribbling zwischen Stereotypen, einem schnellen Wechsel geradliniger Beobachtungen, die auch für einen Fan, der mit ‚Hitler‘-Zurufen auf Roma reagiert, verständlich sind - und mit einer positiven Botschaft, die dem Zuschauer nicht manipulativ aufgetischt wird. (Respekt)

Das Potenzial des Komödienhaften verbindet sich ganz natürlich mit der Ernsthaftigkeit des Gesellschaftlichen… FC ROMA idealisiert seine Protagonisten nicht, in humorvollen Szenen wird verraten, dass einige der jungen Spieler mit „Gras“ manchmal etwas anderes verbinden oder dass der Tormann humpelt, weil er „sich besoffen hat und die Treppe runtergefallen ist“. Aber gerade so macht der Film aus ihnen Helden, mit denen sich jeder identifizieren kann, da sie menschlich sind. Keine noblen Nomaden, aber auch nicht Menschen, die stehlen, mit dem Bus gratis fahren und mehr Notstandshilfe bekommen als Weiße Lohn.
(Hospodarske Noviny) 

Auszeichnungen und Festivals: 

IFF Karlovy Vary 2016 - Weltpremiere
this human world 2016 - Österreichpremiere
Jihlava 2016 - Bester tschechischer Dokumentarfilm
Trilobit 2017 - Spezialpreis der Jury
Český lev 2017 - Nominierung als Bester tschechischer Dokumentarfilm
Vukovar Film Festival Croatia 2016
DocsDF Mexico 2016
Minsk International Film Festival “Listapad” 2016
One World Romania 2017
goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films 2017

 

Pressedownloads: 
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