HILDEGART ODER PROJEKT: SUPERWOMAN

Kinostart: 
23.09.2016

BUCH & REGIE
Barbara Caspar

DRAMATURGIE
Reinhard Jud

KÜNSTLERISCHE MITARBEIT
Sergio Deustua-Jochamowitz

KAMERA
Sergio Deustua-Jochamowitz Enzo Brandner

SCHNITT
Andrea Unterweger, Alexandra Schneider

CHARAKTERILLUSTRATIONEN
Jörg Vogeltanz

ANIMATION
Sergio Deustua-Jochamowitz

MUSIK
Roland Hackl

PRODUZENTEN
Barbara Caspar, Tommy Pridnig

SPRACHFASSUNG:
Deutsch/Spanisch/Englisch mit dt. Untertiteln

FORMAT:
DCP

ALTERSFREIGABE:
ab 8 Jahren

PRÄDIKAT:
besonders wertvoll

Barbara Caspar - AT 2016, 82 min.

Im Jahr 1933 erschießt Aurora Rodriguez ihre 19 Jahre alte Tochter Hildegart im Schlaf. Mit dieser brutalen Tat setzt die Mutter nicht nur dem Leben ihrer Tochter, sondern auch ihrem politischen Lebensprojekt ein radikales Ende. Hildegart sollte nämlich ihre Vision einer idealen Frau verkörpern, doch die Tochter emanzipiert sich zunehmend von den streng vorgezeichneten Vorstellungen der Mutter und findet ihren eigenen Weg.

Mit HILDEGART ODER PROJEKT: SUPERWOMAN wirft Barbara Caspar an der Schnittstelle zwischen Dokumentarfilm und animierter Fiktion einen eindringlichen Blick auf den „Fall Rodríguez“ und stellt diesem, unter anderem durch die Sichtweise von FEMEN-Aktivistinnen, eine bestechende Aktualität gegenüber. Auf formal gewinnende Weise eröffnet HILDEGART einen weiten Raum zur Reflexion über weibliche Lebenswelten. Ein nachdrückliches Plädoyer für Selbstbestimmung!
 
 
Die Geschichte von Hildegart Rodríguez klingt wie aus einem völlig abwegigen Roman: Die junge Spanierin wurde 1914 in Madrid geboren und war das Lebensprojekt ihrer Mutter Aurora Rodríguez, die sie als eine Art Superfrau konzipiert hatte: Mithilfe von (politischer) Bildung sollte sie zur großen feministischen Aktivistin ihres Landes werden. Nach einer atemberaubenden Karriere (sie beherrschte zig Sprachen fließend und schrieb schon als Teenager mehrere Bücher) wurde sie von ihrer Mutter im Alter von 19 Jahren im Schlaf erschossen.

Bei Barbara Caspar („Who´s Afraid of Kathy Acker?“) trifft Dokumentarfilm auf Kunstfilm und animierte Sequenzen. Femen-Aktivistinnen und Soziologinnen machen sich Gedanken zu der brennenden Frage, wie es um Mutter-Tochter-Beziehungen in Sachen „nur das Beste wollen“ bei heutigen Lebensentwürfen bestellt ist. Ein wildes Projekt. (Frauenfilmtage Wien 2016)
 
 
Mutter-Tochter-Beziehungen sind schon öfter im Film abgehandelt worden, aber dieses Projekt ist wirklich herausragend. Der Wahn einer Mutter, ihre Tochter als nichts anderes als der Mutter eigenes Spiegelbild zu sehen und für die eigenen unerfüllten Wünsche und den eigenen unerfüllten Ehrgeiz zu missbrauchen (eine Art von Missbrauch, die viel zu selten thematisiert wird), und die Leidenschaft, mit der diese Art von Mutter-„Liebe“ die Tochter daran hindert, ihren eigenen Weg zu finden und sich aus dieser Prägung, dieser Abhängigkeit von der Mutter zu befreien (was naturgemäß im Wunsch der Mutter mündet, sich einen Menschen vollkommen gefügig zu machen, zum Werkzeug eigener Wünsche, die nie erfüllt worden sind), dies alles wird in diesem Film in meinen Augen einzigartig dargestellt. (Elfriede Jelinek)

Pressezitate: 

Über knapp 90 Minuten hinweg entwickelt „Hildegart oder Projekt: Superwoman“ einen ungemeinen Sog. Caspar gelingt es, eine schier unglaubliche Geschichte mit außergewöhnlichen Bildern ins Heute zu übertragen und so ein kraftvolles Plädoyer für Selbstbestimmung abzugeben. (APA)
 
eine ungewöhnliche und geistreiche Annäherung an ein Phänomen (Falter)

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